Erstellt am 12.12.11

Studie aktuell | Hepatitis C und Grüntee

 

Auch in deutschen Landen wird zurzeit verstärkt über die potentiellen gesundheitlichen Wirkungen der Inhaltsstoffe des grünen Tees geforscht. Eine ganz aktuell veröffentlichte Laborstudie aus der niedersächsischen Landeshauptstadt wird als neuer Therapieansatz zur Vorbeugung einer Wiederholungs-Infektion der Leber nach Transplantation aufgrund einer Hepatitis C-Erkrankung gehandelt

Zwar hat die modernen Medizin bereits hilfreiche und wirksame Therapiemöglichkeiten für eine antivirale Behandlung von betroffenen Patienten mit einer Hepatitis C-Infektion gefunden, bei vielen schlagen die bisher bekannten Therapieformen jedoch nicht an, was in der Folge zu einem Leberversagen führen kann. Hepatitis C stellt daher immer noch einer der Hauptgründe für eine lebensrettende Lebertransplantation. Das Problem in der Folge bisher: Ist der Hepatitis-Virus vor und nach der Transplantation noch aktiv, so wird auch das neue transplantierte Organ von dem Virus in den meisten Fällen wieder infiziert.

Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover waren daher auf der Suche nach alternativen und ergänzenden Möglichkeiten einer Therapie zur Verhinderung der Re-Infektion und wurden in ihren Laborversuchen mit dem im Grüntee enthaltenen Catechin EGCG zunächst fündig.

In den durchgeführten Laborversuchen mit einem Modellvirus der Hepatitis C. stellten die Wissenschaftler eine Schutzfunktion des EGCG fest: Das Catechin verhinderte eine Infektion der Leber durch das Modellvirus. Die Forscher vermuten, dass EGCG das Andocken des Virus an die Leberzellen verhindert.

Wie Hoch die Dosierung des EGCG sein muss um tatsächlich eine Re-Infektion des Organs zu verhindern, darüber wird erst in nächster Zukunft weiter geforscht werden. Ein Lichtblick für eine weitere Therapieform stellen die Erkenntnisse bisher jedoch dar. Die Zukunft wird zeigen, ob sich die bisherigen Ergebnisse als erster Schritt für eine weitere Therapiemöglichkeit erweisen.