Gesundheit und Forschung | Der Grüntee und die Frauen
Zwar ist der dominante Marktführer auf dem deutschen Tee-Markt nach wie vor der bekannte und gleichsam beliebte schwarze Tee, mit einem jährlichen Zuwachs von beinahe 20 Prozent kommt nun aber eine andere Farbe daher, um die Vormachtstellung des schwarzen Tees streitig zu machen. Nicht zuletzt wegen seiner von zahlreichen Studien untersuchten, möglichen gesundheitsfördernden Eigenschaften ist der grüne Tee dabei, die Dominanz des "schwarzen" abzulösen.
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigten sich in den letzten Jahren mit den Inhaltsstoffen des im asiatischen Raum am häufigsten verköstigten Heißgetränks. Die wertvollen Inhaltsstoffe, wie die Vitamine A, B, C, E, K, die Mineralien wie Kalium, Natrium, Kupfer und Fluor und vor allem die im Grüntee enthaltenen antioxidativ wirkenden Polyphenole und Flavonoide ? und hier vor allem das Catechin EGCG (Epigallocatechingallat) - gelten in Wissenschaftskreisen als möglicher Heilsbringer für die Gesundheit und als Unterstützung bei der Bekämpfung diverser Krankheiten.
Neben den allgemeinen untersuchten Eigenschaften des grünen Tees hinsichtlich seiner heilsamen Wirkmechanismen wurden auch dezidierte Unterschiede seiner Wirkung bei Männern und Frauen festgestellt.
In einer Studie der japanischen Tohoku Universität in Sendai wurde ermittelt, dass der grüne Tee das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Männern um 16 Prozent, bei Frauen um fast das doppelte, nämlich 31 Prozent, senkt.
"Wir beobachten die unterschiedlichen, geschlechtsspezifischen Eigenschaften des grünen Tees bereits seit geraumer Zeit", so Marcus Hövermann, von dem Internet-Portal Gesundertee.de, dass sich auf die gesundheitlichen Aspekte des Tees und vor allem des grünen Tees spezialisiert hat.
"Die Forschung aus Japan ist eine in einer Reihe von mehreren Studien, die derartige Ergebnisse zutage gefördert hat. Der Grund für die deutlich höhere prophylaktische Wirkung auf Herz-Kreislauferkrankungen bei Frauen liegt bisherigen Erkenntnissen zufolge an dem Östrogenspiegel der Frauen, und einem ähnlichen, nahezu verwandten, chemischen Aufbau des grünen Tees. Darüber hinaus wird schwangeren Frauen aus eben diesen Gründen von dem Konsum von Grüntee nach wie vor abgeraten."
Ganz gleich ob Mann oder Frau: Wer sicher gehen möchte, dass er einen schadstofffreien und somit "gesunden" grünen Tee in seiner Tasse findet, sollte beim Kauf unbedingt auf ein Bio-Siegel und auf ökologischen Anbau achten: Nur so kann sich die Wirkung des aromatischen Heißgetränks mit Sicherheit entfalten.