Eine süße Alternative? | Stevia rebaudiana
Gut möglich, das in absehbarer Zeit ein natürlicher Ersatz für ein Dilemma, dass viele Menschen tagtäglich begleitet auf den gesamteuropäischen - und somit auch deutschen - Markt kommt. Das angesprochene Dilemma besteht in der Entscheidung vieler Verbraucher sich nachhaltig gesund zu ernähren - wozu unseres Erachtens natürlich auch der Tee gehört - die jedoch auf eine gewisse ?Süße? bei ihrem Heißgetränkgenuss nicht verzichten wollen.
Das Problem ist also der Zucker. Zucker besitzt bekanntlich einige negative Eigenschaften, wie eine sehr hohe Kariogenität, viele Kalorien, schädliche Einflüsse auf den Blutzuckerspiegel (Diabetes) und wird ursächlich für physische und psychische Symptome wie Müdigkeit, Heißhunger, Adipositas und Depression verantwortlich gemacht. Auch die beliebte Alternative Honig zum Süßen von Tee & Co. ist - zumindest was das Kariesrisiko angeht - ähnlich, wenn nicht sogar gefährlicher. Auch Süßstoffe haben neuesten Studien zu folge ein negative Auswirkungen auf die Gesundheit (z.B. ein erhöhtes Risiko an Blasenkrebs zu erkranken).
Der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) liegen seit dem 14. April diesen Jahres Forschungsergebnisse vor, die einer natürlichen Alternative zu Zucker ist nächster Zeit die Türen zu der EU eröffnen könnte. Stevia ? ein Erzeugnis der Pflanze Stevia rebaudiana ist ein natürlicher Süßstoff, der die 70- bis 400fache Süßkraft des Zuckers und dabei keinerlei Kariesrisiko besitzt, diesem geschmacklich sehr nahe kommt, sowie für Diabetiker geeignet ist. Die neuen Forschungsergebnisse widerlegen ältere Studien, die zu dem Verbot des auch unter den Namen Honigkraut oder Süßkraut bekannten Produkts führten. In Studien aus den 80er und 90er Jahren wurde Stevia durch Versuchen an Ratten, Mäusen und Hamstern eine negative Wirkung auf die Fruchtbarkeit (Fertilität) und die Fortpflanzungsorgane nachgewiesen. Kritik einer übermäßigen Dosierung bei den Tieren, die Tatsache, dass Stevia als Süßungsmittel in Ländern wie Brasilien, Paraguay und im asiatischen Raum bereits seit geraumer Zeit ohne diese Nebenwirkungen verwendet wird, sowie weitergeführte Forschungen bewirkten bereits im Jahre 2004 eine Lockerung dieses Verbots.
Nun scheint der Streit um den Zuckerersatz zugunsten der Kulturpflanze entschieden worden zu sein. Eine erneute Unbedenklichkeitsprüfung als Lebensmittel bzw. Lebensmittelzusatz wird wohl in der nächsten Zeit für den offiziellen Markteinstieg von Stevia sorgen.
Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen selbstverständlich auf dem Laufenden halten.