Erstellt am 04.01.12

Die "Tee-Aktie" | Altersvorsorge hoch 2

 

Zugegeben: Finanzen und Investments sind weder unser Spezialgebiet noch Fachbereich. Nicht wirklich. Aufhorchen bei dem Thema mussten wir trotzdem, als sich die Berichte zu nachhaltigen Investments als alternative Option zu Bausparverträgen und Co. immer stärker häuften. Zum einen da auch wir ja nicht jünger werden und dieses Thema mehr und mehr in den persönlichen Fokus rückt, zum anderen, da bei diesen Berichterstattungen neben weiteren natürlichen Anlagemöglichkeiten auch unser heißgeliebter Aromafavorit immer wieder Erwähnung fand und findet. Doch, doch: Der Tee als finanzielle Altersvorsorge.

Die einstmaligen Exoten unter den Anlageobjekten, wie etwa Oldtimer, Kunst, Wein oder ökologische Aktien sind heute schon sehr nah dran zum Mainstream zu gehören. Zwar stellen sie immer noch einen verschwindend geringen Anteil der allgemein getätigten Investitionsmodelle zur Altersvorsorge dar, aber so richtig überraschen und verwundern, kann es nur noch die Wenigsten. Umso mehr irritiert die Anlageform Tee als Altersvorsorge.
Natürlich sind hier nicht die Hagebuttenmischungen im Teebeutel oder Pfefferminz-Portfolios gemeint ? es muss schon etwas hochwertiger sein.
Hoch im Kurs bei den Teeliebhabern respektive Alternativsparern steht daher vor allen Dingen eine Sorte: Der Pu-Erh-Tee.

Dass liegt natürlich und vor allen Dingen daran, dass der Pu-Erh-Tee von Kennern umso mehr geschätzt wird, je älter er ist. Der Pu-Erh ist ein schwarzer Tee (oder besser gesagt: roter Tee), nicht gleichzusetzen mit dem in Europa verwendeten Schwarztee (hier berichteten wir bereits über den kleinen, feinen Unterschied) und wird in der Provinz Yunnan angebaut. Das besondere dieses Tees besteht zum einen in seiner Lagerungsform (meist zu Ziegeln gepresst), als auch in seinem Aroma (manch einer würde den Geruch wohl als leicht angefault bezeichnen) und nicht zuletzt - eben aufgrund der Form und Herstellung - in seiner besonders langen Haltbarkeit. Feucht gelagert, geschieht bei dem Pu-Erh, die so genannte Nach-Fermentation, die sich Liebhaber des gehobenen und ? dem Duft und Aroma nach ? besonderen Teegenusses  so einiges Kosten lassen. Je älter, desto besser.
So können 100 bis 350 Gramm ? je nach Größe und Alter der Ziegel ? auch schon mal 10.000 Euro kosten. In den gut 50 Jahren des Reifungsprozesses wird der Pu-Erh immer süßer, weicher und eben auch wertvoller.

Wer hingegen mit Altersvorsorge und Geldanlagen (noch) nicht so richtig etwas anfangen kann oder will, der kann natürlich auch weiterhin auf guten grünen oder auch mal weißen Tee als täglichen Genuss zurückgreifen: Immer mehr Studien attestieren diesen beiden Kandidaten eine gesundheitlich positive Wirkung, die man ja so nun wirklich auch als hervorragende Altersvorsorge bezeichnen kann.